Pferde Blog: Pferdegesundheit

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2020-10-19 | 12:19 h
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2020-11-22T11:52:38+0100
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Pferdeblog
domain
a-m-elisabeth-peters.blogspot.com


Möchte hier unsere Geschichte erzählen, in einer Art Tagebuch.

Ich hab schon am Dienstagabend, 13.10. gemerkt, dass Pony schwer atmet. Mitwoch dann gesehen, läuft steif, es lahmt, hab auf dem einen Huf einen Angußverband gemacht, weil es eben auf diesem gelahmt hat. 
Unser homöopathischer Arzt Dr. Schulz, spezialisiert auf Pferde, hat ihm Globulis Ledum C 30 verschrieben. Diese hat er von Mittwoch an bekommen.

Donnerstag den Hufschmied eines anderen Pferdes am Stall angefragt, ob er sich das mal ansehen kann, hat sich leider 2 Tage nicht gemeldet und dann jemand anders rufen können, diese Difho Pflegerin kam heute und hat mal gefühlt und abgedrückt, leider nichts konkretes gefunden. Meinte, er hätte eventuell Hufrehe. TA verständigt und der hat das sofort bestätigt, als er Pony gesehen hat. Der wollte einen Entzündungshemmer spritzen, konnte aber kein Mittel spritzen, weil er keine Vene gefunden hat, hat bestimmt 20 mal rumgestochen, Pony jedesmal gezuckt, aber brav geblieben. (Er ist übrigens immer ein lieber Schatz) Jedenfalls zeigte sich dann irgendwann etwas Blut in der Kanüle, aber lief nicht. Er meinte, es wäre wohl zu dickes Blut.
Er hat mir dann als Schmerzmittel Phenylbutazon-Gel PH 100 mg/ml und Aspirin da gelassen. Hat noch Keile unter die Hufe geklebt, Pony ist sofort wieder besser gelaufen.
Er hat mir empfohlen spezielle Hufschuhe für Rehe anzuziehen.

Fjölvi bekommt jetzt Heu aus engmaschigen Netzen, 3 cm. Menge: 7-8 kg bei 350 kg Körpergewicht. Daneben frisste er Stroh von der dicken Einstreu, die teils auch noch mit etwas Heu vermischt ist, da kann er dann bisschen suchen. Bisher hatte er All you can eat vom Heuballen mit Netz, war wohl zu viel. Jetzt schauen wir mal, wie es mit der begrenzten Fütterung aussieht, eventuell müssen wir noch mehr reduzieren.

Getrocknete Brennessel habe ich ihm angeboten, hat er gierig aufgefressen.
ER TRINKT WIEDER GUT, was er die ersten Tage nicht gemacht hat, hab einen Bottich drin stehen. Steht sowieso immer drin, ich weiß, dass meine Pferde gern aus Bottichen saufen.

Auf der Suche nach der Ursache macht man sich doch Gedanken.
Er wird sowieso nicht viel "genutzt". Das heißt normal steht er im Offenstall mit seinem Kumpel. Zugang zum Trail wenns trocken ist, Weide im Sommer nur ca. 1-2 Stunden täglich. Seit Wochen war eh alles abgefressen und sie durften auf die ganzen 7000 qm. Die spielen und toben selber rum, brauche ich nicht bewegen. Seit paar Wochen hats aber geregnet und sie waren nur im Unterstand: ca. 65 qm und Paddock davor ca. 100 qm und noch ein kleiner Unterstand ca. 15 qm. Er hat jetzt davon ein Stück abgeteilt bekommen und steht im kleinen Unterstand, dick mit Stroh eingestreut.
Vielleicht war das auch die Ursache, zuviel Heu (es gibt dazu noch eine weitere weniger schöne Erkenntnis, siehe weiter unten), zuwenig Bewegung, zum Trost ein paar Äpfel jeden Tag, sowieso schon zuviel Speck, es macht wohl das Gesamtpaket.

Heute am Sonntag ist er wieder etwas mehr gelaufen. Vielleicht wegen Schmerzmittel? Zum Wasser, an das Tor, eine Runde, auch mir entgegen gekommen, als ich mit Heunetz kam. Nun ist das vielleicht nicht der beste Weg, wenn er läuft. Habe mich mit meinem Homöopathen besprochen, der ja Arzt ist und mich dazu entschieden den homöopathischen Weg zu gehen. Das heißt, Schmerzmittel weg lassen, speziell Phenylbutazon, was im Verdacht steht, Hufrehe auszulösen. Wenn er sich aufgrund der Schmerzmittel mehr bewegt, kann das auch die Strukturen schädigen. Er soll sich am besten hin legen und hat dafür dicke Stroheinstreu bekommen. An diesem Abend bekam er Belladonna C 30 eine Gabe. Video von Sonntag:




Das heißt ab heute, Monatag 19.10. bekommt Ponymann aufgrund seiner speziellen Eigenschaften Pulsatilla C 30. 
Außerdem wird nun mit Eisbeuteln gekühlt. Es wurde anscheinend festgestellt, dass selbst bei dauerhaftem Kühlen mit Eis keine Schädigung eintreten kann.
Wir entscheiden täglich je nach Entwicklung und Reaktion. Danke an Dr. Schulz für den Einsatz, als Ansprechpartner, nach Absprache im besonderen Falle erreichbar wann immer es sein muss.

So, Fjölvi hat sich gut gehalten. Er hat viel geruht, auch gelegen, und er hat sehr begrenzt Heu gefuttert. War in der Sattellage immer etwas feucht geschwitzt und immer etwas schwer geatmet. Natürlich hat er gutes Mineralfutter bekommen und ich habe ihm Zeolith gegeben, zum Ausleiten/Abtransport eventueller Giftstoffe.

Zwei Wochen später, gegen Ende Oktober: Ich fühle kein Pulsieren mehr, die Atmung ist wieder ruhig geworden und Schwitzen muss er auch nicht mehr. Er steht auf einer dicken Matte aus Stroh mit Strohhäcksel  und läuft auch schon im Auslauf mal in die Sonne. Der Auslauf besteht zum Teil aus Matsch, zum Teil Gummimatte und ein Teil ist feste Erde. Größtenteils hat er also die Möglichkeit auch da weich zu stehen.

Am Wochenende zum November hin, konnten wir zu zweit Fjölvis Hufe das erste mal grob rehegerecht bearbeiten. Ich habe mich nach den Empfehlungen vom tierheilkundezentrum.de gerichtet. 
Hinten war ja kein Problem, das ging schon vorher, aber vorne wollte er nicht lange hoch geben, da hatte er wohl zu viel Schmerzen, da musste einer Aufhalten. Aber er sah so zufrieden aus, nach der Bearbeitung, es war trotzdem der richtige Schritt. Gestern, 4. November und Heute konnte er die Hufe wieder ganz normal geben, er hat nicht mehr weg gezogen. Ok, nicht so ewig lang, aber fürs Nachbessern der Bearbeitung hat es ausgreicht, nun sind auch die Feinheiten bearbeitet. Endlich, nach 3 Wochen sind wir einen Schritt weiter. Ich bin so froh für ihn. 

Eine weitere Erkenntnis: Seit der letzten Heulieferung habe ich anscheinend auch den Auslöser gefunden: Der Lieferant sagte mir, dass er Grummet geliefert hatte, obwohl er mir am Telefon sagte, er hätte momentan nur einen frühen Schnitt. Das Heu war sehr fein und grün, hätte er nicht ausdrücklich gesagt, es sein frühes Heu, hätte ich das garnicht gefüttert. Somit hat er also eine ziemliche Energiebombe bekommen, weil dieses Heu ein später 2. Schnitt gewesen ist, sein Stoffwechsel hat das bestimmt nicht verkraftet. Auch meine Stute hatte schon Bauchweh bekommen davon und hat es nicht mehr gefressen. Die anderen beiden sind ohne sichtbare Schäden davon gekommen. Der Lieferant nimmt zwar jetzt die restlichen 2 Quader zurück, aber leider kommt die Gesundheit auch nicht wieder davon. Inzwischen habe ich tolles neues Heu bekommen!

Ein kleines Laufbild als Zwischenbericht vom 9. November:


Hier nun ein Video vom 19. November:


19.11.2020
Bisher bekam Fjölvi Marstall force, aber ich füttere keine synthetischen Mineralien mehr, die ich leider bis jetzt fütterte, weil ich mich nie damit auseinander gesetzt hatte... Durch die Erkenntnisse der Berater aus einer speziellen Gruppe bei Facebook habe ich noch einige Tipps bekommen:
es gibt auch eine andere gute Empfehlung ähnlich diesem Mineral:
equigreen-micromineral-plus , natürliches, rehegerecht verwertbares Mineralfutter, 
dann bekommt er jetzt noch
equigreen-ekzemx , gegen stoffwechselbedingte Rehe
und arthrogreen-lauf-fit , hilft bei Rehe-Schmerzen.

Heute habe ich auch wieder mit dem Arzt telefoniert, ich werde nun ein weiteres homöopathisches Mittel geben, welches speziell für ihn ausgesucht wurde.
Ich bin so froh, dass es Fjölvi nun schon wesentlich besser geht. 
Zwischendurch wurden seine Hufe auch nachgearbeitet, das steht heute auch wieder auf dem Plan.
Ich habe nun alles versucht, was ich tun kann und hoffe er macht weiterhin gute Fortschritte. 











Straightness Training is most effective when the horse sees you as a leader, because as a result, your horse will follow you, respect you, trust you, feel safe and he will be willing and cooperative.

Read this verry nice article from Marijke de Jong here:

http://straightnesstraining.com/the-rider/horsemanship/be-the-leader-with-your-horse/


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Das Onlinemagazin Artgerecht hat einen einen ersten, hochbrisanten Text von Frau Dr. Renate Vanselow auf ihrer Seite veröffentlicht. Er betrifft zuerst einmal Pferde, letztlich aber auch die Tierfresser, die ja vom Fleisch der Weidetiere leben. Frau Dr. Vanselow wird uns hoffentlich noch viele weitere Artikel liefern.

Zitat:
"Pferdehalter wiegen sich mit den angebotenen Futtern, mit Wiesen und Weiden in Sicherheit, während ihnen doch auffallen müsste, dass immer häufiger gesundheitliche Schäden auftreten. Aus bunten Wiesen sind Grasäcker geworden, auf denen Masse produziert wird. Kritische Berichte über mögliche Ursachen für Erkrankungen sind offensichtlich wenig erwünscht. Man begründet die Zurückhaltung damit, man wolle die Menschen nicht verunsichern.
Wir von artgerecht sehen das ganz anders. Wir haben uns dazu verpflichtet aufzuklären, wir wollen die Verbraucher nicht vor Wissen schützen, sondern es vermitteln. Sie sollen umfangreiche Informationen bekommen, um selbständige und begründete Entscheidungen treffen zu können."
Lesen Sie den ganzen Artikel hier:
https://www.artgerecht-tier.de/pferde/d-vergiftungen-von-pferden-durch-graesergifte-202754718


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Hier ein Tipp von einem alten Stallmeister:

Um hartnäckigen Schleim beim Pferd zu lösen ist ein Inhalator gut geeignet.
Es muss aber kein teures Gerät sein, wenn man etwas geschickt ist, kann man es leicht selber basteln.

Man nehme einen sauberen, alten Eimer ohne Henkel, einen Gurt oder ein Seil daran befestigt, um ihn dem Pferd über den Kopf zu hängen, so wie ein Futtereimer.
Dann ein Loch unten in den Eimer schneiden, ca. so groß, dass eine PET-Flasche von unten gut fest gesteckt werden kann.
Die Flasche kann nun mit warmem, nicht heißem!, Wasser gefüllt werden, bis ca. zu einem Drittel.
Dann den Eimer vorsichtig auf den Kopf des Pferdes hängen, das Gurtband oder Seil hängt dann hinter den Ohren.
Der aufsteigende Wasserdampf kann so vom Pferd eingeatmet werden.

Falls vom Arzt noch Medikamentenzusätze für den Dampf empfohlen werden, können diese nach Absprache mit dem Arzt auch zugesetzt werden.

Viel Spaß beim Werkeln ;-)

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Polysaccharid-Speicher-Myopathie, kurz PSSM genannt, ist ein erblicher Stoffwechsel-Gendefekt bei Pferden. Fälschlicherweise wird oft gesagt, ein Pferd ist an PSSM erkrankt, wenn es Symptome zeigt, die diesem Gendefekt zugeordnet werden. Es ist aber keine Erkrankung daran möglich, sondern es können sich bei falscher Haltung oder falscher Beanspruchung erst Symptome bilden, die nur bei Pferden auftreten können, die diesen Gendefekt haben.

PSSM betrifft den Glykogen-Speicher und ist in verschiedenen 
Pferdezuchten verbreitet. Betroffene Tiere vererben den Gen-Defekt daher weiter, der oft fälschlicherweise als Krankheit beschrieben wird.

Durch die veränderte Zuckerspeicherung müssen diese Tiere optimal gehalten werden um nicht krank zu werden:
Gutes Heu, abgestimmte Mineralien, viel und konstante Bewegung, nach Möglichkeit kein Stress. 
Zum Leistungssport sind solche Pferde nicht gut geeignet, eher für den gemütlichen Freizeitsport, denn durch die veränderte Zuckerspeicherung kann über Energie nicht plötzlich verfügt werden, sondern Bewegung sollte langsam gesteigert werden, damit die Muskeln Zeit haben sich Energie zu holen. Verbraucht das Pferd plötzlich viel Energie, zum Beispiel beim Lostoben auf der Weide, fehlt plötzlich Energie und das Pferd reagiert mit Steifheit, Muskelzittern, Schwitzen usw, was oft als Kreuzverschlag diagnostiziert wird. Durch einen Bluttest kann man die Schwere des sogenannten "Schubes" feststellen und entsprechend reagieren.
Es kann sein, dass ein Pferd jahrelang keine Symptome zeigt und im Alter tritt plötzlich ein Schub auf, weil sich für das Pferd eine dauerhafte Fehlernährung und falsche Haltung erst später auswirken kann.

Der Gendeffekt PSSM betrifft vor allem Pferde muskulöser Rassen wie Quarter Horse und Paint Horse aber auch Haflinger und Kaltblüter, Appaloosas, aber auch Warmblüter und Ponys. 

Für die Vererbung von PSSM gibt es drei mögliche Genotypen:


1. Genotyp N/N: Dieses Pferd trägt die Mutation nicht und wird nicht an PSSM Typ I erkranken. Es kann die Mutation nicht an seine Nachkommen weitergeben.
2. Genotyp N/PSSM: Dieses Pferd trägt eine Kopie des mutierten Gens und hat ein hohes Risiko das sich PSSM Typ I irgendwann im Leben des Pferdes bemerkbar macht. Es wird die Mutation zu 50 % an seine Nachkommen weitergeben.
3. Genotyp PSSM/PSSM: Dieses Pferd trägt zwei Kopien des mutierten Gens und hat ein extrem hohes Risiko dass sich PSSM Typ 1 bemerkbar macht. Es wird die Mutation zu 100 % an seine Nachkommen weitergeben. 
PSSM wird autosomal-dominant vererbt, das bedeutet, dass bereits ein betroffenes Allel (Genotyp N/PSSM) zu diesem Gendefekt führt. Die Schwere nimmt zu, wenn das Pferd reinerbig für die Mutation ist, d.h. zwei betroffene Allele besitzt (Genotyp PSSM/PSSM).
Durch das zusätzliche Vorliegen der Equinen Malignen Hyperthermie (EMH) kann die Symptomatik des PSSM-Gendefektes verstärkt werden.
Symptome bei PSSM/EPSM Pferden und vieles mehr zu PSSM finden Sie bei Simone Förster-Schüring und auf Iher Internetseite: dai-sho dan.de
PSSM 1 lässt sich leicht per Labortest nachweisen. „Dazu benötigen wir entweder eine vom Tierarzt gezogene Blutprobe mit dem Gerinnungs-hemmer EDTA oder 20 bis 30 Haare aus Mähne oder Schweif samt Haarwurzel“, sagt Bärbel Gunreben von Laboklin in Bad Kissingen/Bayern.
Das Kompetenzzentrum Pferd Baden-Württemberg hat zu dem Thema PSSM ein Merkblatt herausgegeben 


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Der Huf sollte beim Pferd, meiner Meinung nach, größte Beachtung finden.
Manche werden vernachlässigt, manche kaum beachtet, andere irgendwie bearbeitet, oder auch mit Eisen als Schutz versehen.
Es gibt viele Varianten.

Eine gute Infoquelle sind Seiten, die ausführlich darüber berichten, wie der Huf aufgebaut ist und welche Funktion er hat, sowie welche Bearbeitung sinnvoll ist, ist diese hier:
go-barhuf.de

Viel Spaß beim Lesen.

Die Hufe meines Wallachs Chester:




Er läuft super, ohne Hufschuhe, in jedem Gelände.

Und hier ein Bild eines Querschnitts eines Hufes mit einem Nagel im Hufeisen, der am Huf befestigt ist.
Sehr gut zu sehen, wie der Nagel in der Hufwand steckt.


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Ein Herz für ausrangierte Pferde
Eine Reportage über falsch gerittene Pferde mit Karin Kattwinkel.
Sie zeigt hier auch wie es besser geht.


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Das Video zum Filtersystem ist hier im Frame oder auf youtube zu sehen.
Das Filtersystem ist Hydra Ironmaster

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Bildrechte: (c) Sabrina Peters 2013

Unsere Weiden sind nicht mehr so nährstoffreich, wie sie mal waren.
Heutzutage werden durch die Beweidung mit Rindern, die ganz anderes Gras brauchen, viel Weideflächen für die Pferde regelrecht ungeeignet angesäht.
Meist muss man Mineralien zufüttern.

Ein interessanter Artikel ist hier zu finden:
bei artgerecht-tier.de Saatgut für Pferdeweiden

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Immer wieder hört man, das Pferd darf sich nicht wälzen, wenn es eine Kolik hat.
Dies ist inzwischen überholt.

Man ging davon aus, dass sich der Darm des Pferdes durch das Wälzen verdrehen oder verschieben könnte. Es wurde eine Darmverschlingung befürchtet.
Neuere Studien haben aber das Gegenteil ergeben, das Wälzen kann eine Darmverschlingung wieder lösen. Da der Darm sowieso schon verschlungen ist, kann das Wälzen kaum mehr Schaden anrichten.
Meist hilft da sowieso nur eine OP.

In Kanada werden Pferde mit Kolik unter tierärztlicher Aufsicht in bestimmten Bewegungsmustern hin und her gerollt, um eine Operation eventuell zu vermeiden.

Falls sich das Pferd bei einer Kolik also wälzen möchte, lassen Sie es und achten darauf, dass es sich dabei nicht verletzt, denn die Tiere sind durch die Schmerzen so abgelenkt, dass sie nicht mehr auf ihre Umgebeung achten. Langsames hin und her Führen hält das Pferd auch in Bewegung.

Auf jeden Fall ist der Rat des Tierarztes einzuholen, nur er kann feststellen, wie ernst die Lage ist und ob Ihr Pferd in die Klinik muss.



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Die Temperatur des Pferdes kann einiges zum Gesundheitszustand des Pferdes aussagen. Die Atemfrequenz sowie der Puls kann viel zur Kondition aussagen und Hinweise auf Erkrankungen geben. Meist wird alles zusammen ein gutes Bild ergeben, als ersten Hinweis dafür ob es ratsam ist, einen Tierarzt zu rufen, wenn rein äußerlich nichts festzustellen ist. Man spricht hierbei übrigens von den sogenannten PAT-Werten.

Wann sollte ich Fieber messen?

-Wenn das Pferd ungewöhnlich ruhig ist, nicht richtig frisst oder bewegungsunlustig ist.
-Wenn es Nasenausfluß hat, Hustet, oder dicke Lymphknoten hat.
-Wenn die Pferde in der Herde oder benachbarten Boxen unter einer Infektion leiden.
-Bei größeren Verletzungen oder Schwellungen am Körper.
-Bei Kolik.
-Zur Kontrolle nach Operationen oder Verletzungen.
-Wenn ich den Verdacht habe, dass mein Pferd einen Hitzschlag oder eine Unterkühlung hat.

Welches Thermometer eignet sich zum Fiebermessen?

Ein ganz normales Thermometer reicht aus, bitte keins mit Quecksilber, das könnte brechen und Verletzungen verursachen.
Gemessen wird immer im After. Da die meisten Pferde das nicht mögen, kann man sie ablenken durch Kraulen, Putzen oder Futter.
Sie können ein Stück Schnur mit einem Klebeband daran befestigen und ans andere Ende eine Wäscheklammer klemmen und diese am Pferdeschweif festmachen, damit es nicht im Pferd verschwindet oder durch die Gegend fliegt.
Oder ein spezielles Thermometer für Großtiere anschaffen.
Ein wenig Gleitmittel wie Melkfett erleichtert das Einführen, ist aber nicht notwendig.

Eine Liste mit Körpertemperaturen beim Pferd:
37,3 - 38,4 °C Normaltemperatur
38,5 - 39,5 °C leichtes Fieber
39,5 - 40,5 °C Fieber
40,5 - 42,0 °C hohes Fieber
32,0 - 37,2 °C Untertemperatur
38,0 - 39,0 °C Normaltemperatur bei Fohlen bis 6 Monate
39,0 - 39,5 °C Temperatur nach Belastung, bei starker Anstrengung sogar bis 40 °C

Fieber kann verschiedene Ursachen haben
Infektionskrankheiten wie Druse, Herpes, Influenza, Pferdepest, Equine Infektiöse Anämie oder Lungenentzündung
Entzündungen im Körper, wie Phlegmone, Darmentzündungen, Hufrehe
Hitzschlag
Überlastung des Pferdes
Vergiftungen

Aber auch Untertemperaturen sind nicht gut für`s Pferd.
Die zu niedrige Körpertemperatur bedeutet, dass der Stoffwechsel oder der Kreislauf des Pferdes nicht richtig funktionieren. Alles unter 37 °C sollte Ihnen zu Denken geben, unter 36,5 °C ist bedenklich.

Mögliche Ursachen für Untertemperatur
Schock
hoher Blutverlust
Vergiftung
Temperaturverlust durch Wasser oder Liegen auf kaltem Boden
Stoffwechseldefizite durch Erkrankungen oder Hunger

Da Fiebermessen nie angenehm ist, kann man es auch etwas üben.
Das hat den Vorteil, dass man schon mal die normalen Werte des Pferdes kennt und das Pferd im Ernstfall kein Theater macht.
Wenn man sich dann noch Datum, Tageszeit, Wetter, Belastung usw notiert, hat man gute Vergleichswerte. Am Besten ist der Zettel dann im Erstehilfekasten aufbewahrt.

Nach dem Fiebermessen habe ich dann auch schon mal die Gewissheit nach einem Huster, war es einfach ein verirrter Heuhalm oder ist es ein Infekt?

Wie kontrolliere ich die Atmung des Pferdes?

Am einfachsten ist dies an der Flankenbewegung zu erkennen. Sie können sich schräg neben das Pferd stellen und die Flanken beobachten oder die Hand flach hinter den Rippenbogen legen und die Bewegungen erfühlen.
Das Basiswissen zum Skelett eines Pferdes
Zählen Sie das Ein- oder Ausatmen des Pferdes.
Ein Tipp ist: die Zeit zu stoppen, oder die Countdownfunktion eines Handys zu benutzen, oder einen Helfer zu bitten, die Zeit anzusagen.

Standard-Atemfrequenzen für Pferde
Art der Belastung: Wert
erwachsenes Großpferd in Ruhe: 8-16
Pony in Ruhe: 10-24
neugeborenes Fohlen: 60-80
Fohlen nach 3-4 Stunden:  20-40
erwachsenes Pferd bei leichter Belastung: 10-30
erwachsenes Pferd bei mittlerer Belastung: 30-70
erwachsenes Pferd bei starker Belastung: 50-80 (150)

Auch starke Hitze über 30 Grad und Aufregung können eine Erhöhung der Atemfrequenz verursachen.

In Ruhe heißt, das Pferd steht seit mindestens einer Stunde ruhig in der Box. Direkt nach der Belastung liegt die Atemfrequenz deutlich höher. Bei einem gesunden Pferd sollte sich die Atmung jedoch innerhalb von 30 Minuten auf unter 40 Atemzüge pro Minuten beruhigen.

Die Atmung ist relativ leicht zu beobachten und ein guter Indikator für die Fitness des Pferdes.
Sie können das auch für das eigene Training verwenden. Messen Sie die Atemfrequenz direkt nach der Belastung und danach im Abstand von jeweils 10 Minuten immer wieder. So können Sie ermitteln, wie lang es dauert, bis das Pferd wieder normal atmet. Je schneller der Wert sinkt, desto fitter ist das Pferd.
  
"Wenn Sie die Atmung Ihres Pferdes beobachten, achten Sie auch darauf, wie das Pferd atmet. Gerade bei Erkrankungen kann auch die Art der Atemzüge und das dabei entstehende Geräusch einen wichtigen Hinweis auf das vorliegende Problem geben.

In Ruhe saugt ein durchschnittliches Pferd etwa 5 l Luft in seine Lungen. Bei Belastung kann dieser Wert bis auf 15 l pro Atemzug steigern. Kombiniert mit der erhöhten Frequenz kann ein Pferd bei Spitzenleistungen über 200 l Luft pro Minute durch seine Lunge pumpen.

Atmet ein Pferd normal, sollten sich Brustwand und Bauch etwa im gleichen Maße bewegen. Bewegt sich nur die Brustwand und nicht der Bauch ist das ein Hinweis auf Schmerzen im Bauchraum, zum Beispiel eine Kolik oder Darmverschlingung. Bewegt sich nur der Bauch und die Brust nicht, deutet das auf Schmerzen im Bereich der Rippen oder Lunge hin, etwa eine Rippenfellentzündung oder Lungenentzündung. Sind die Rippen nur auf einer Seite unbeweglich, kann das auch ein Rippenbruch oder eine Prellung sein, zum Beispiel nach einem Sturz oder einem Schlag.

Die Einatmung sollte etwas kürzer sein, als die Ausatmung und dazwischen sollte eine kurze Pause liegen. Sind Einatemphase oder Ausatemphase deutlich verlängert, ist das ein Hinweis auf ein Problem.

Die Atemmuskulatur wird bei der normalen Atmung nur minimal beansprucht. Benötigt das Pferd beim Einatmen sehr viel Kraft, ziehen sich die Muskeln in den Rippenzwischenräumen zusammen, so dass die Rippen auch beim normalgewichtigen Pferd zu sehen sind. Benötigt das Pferd sehr viel Kraft zum Ausatmen sieht man das am Bauch. Die Bauchmuskeln ziehen sich stark zusammen. Hält dieser Zustand länger an, entsteht eine sogenannte Dampfrinne am Rippenbogen. Beides sind Alarmzeichen und sollten beim gesunden Pferd nicht auftreten.

In Ruhe sollten sich die Nüstern beim Atmen nicht blähen. Stellen sich die Nüsternränder auf und die roten Schleimhäute werden sichtbar deutet das auf eine verstärkte Atmung hin." 
Zitat von tipps-zum-pferd.de


Ursachen für eine veränderte Atemfrequenz
Außer Belastung oder eine hohe Außentemperatur gibt es einige Gründe für eine veränderte Atemfrequenz:

starke Schmerzen
Lungenentzündung
Bronchitis
Infekt (mit Fieber)
Asthma
Allergien
COPD
Lungenfibrose
Herzfehler
Herzmuskelentzündung
Blutarmut
Kehlkopfpfeifen
verschluckte Gegenstände
Vergiftung

Wie kontrolliere ich den Puls des Pferdes?

Fühlen an der Unterkante der Ganasche, seitlich an der Schweifrübe oder oberhalb der Fessel am Vorderbein. Eine weitere Möglichkeit, den Puls zu kontrollieren ist das Herz direkt mit dem Stethoskop abzuhören. Das geht am besten etwa eine Handbreit hinter und oberhalb des Ellenbogens.

Ruhe-Puls: 30 - 40 Schläge pro Minute. 
Belastung bis zu 100-120 Schläge pro Minute. 
Maximalwert 200 Schläge pro Minute.

Auch die Art der Schläge und der Rhythmus sind wichtig. Hat das Pferd einen unregelmäßigen oder sehr schwachen Puls, ist das ein Alarmzeichen.

Zum Zählen des Pulses zählen Sie 20 Sekunden lang die Schläge und multiplizieren Anschließend den Wert mit drei. So müssen Sie nicht so lange zählen und verzählen sich nicht so schnell.

Sie sollten ein paar Mal bei einem gesunden Pferd den Puls fühlen, damit Sie ihn im Notfall sicher finden.

Lesen Sie bitte weitere hilfreiche Tipps auf der Website:
www.tipps-zum-pferd.de

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Bewegungsfreiheit, Sozialkontakte, Licht, Luft und Klimareize, sowie beinah ständige Verfügbarkeit rohfaserreichen Futters sind wichtige Voraussetzungen für die Pferdegesundheit.

"Die konsequente Nichterfüllung dieser Grundbedürfnisse hat zu zahlreichen „Zivilisationskrankheiten" und Verhaltensstörungen geführt, die in vielen wissenschaftlichen Arbeiten untersucht worden sind. Sie belegen den schädlichen Einfluss von nicht artgemäßer Pferdehaltung auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Pferde. Doch lassen diese Erkenntnisse auch den Umkehrschluss zu, dass diese „modernen Pferdekrankheiten" durch Verbesserung der Haltung „geheilt“ oder zumindest gelindert werden können?"
Zitat: Mag.a Barbara Szivacz

Eine Untersuchung zur Offenlaufstallhaltung von Pferden unter dem Aspekt des Zusammenhangs zwischen Haltung und Gesundheit wurde von Mag.a Barbara Szivacz aus Pottendorf (Österreich) München 2012 erstellt.

Hier geht es zur Inaugural-Dissertation in voller Länge, als PDF

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Besonders in dieser kalten, nassen Jahreszeit müssen wir aufpassen, dass unsere Pferde in einem gesunden Stallklima stehen, ob Box oder Offenstall.
Mauke kann sich schnell ausbreiten.
Wie sie erkannt, wie vorgebeugt und behandelt wird ist gut beschrieben in diesem Artikel:
https://www.pferdefluesterei.de/mauke-pferd-tipps/
Viel Vergnügen beim Lesen ;-)

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Da ich immer wieder höre, dass Tannenbäume bei Pferden "entsorgt" werden und viele der Meinung sind, dass dies nicht schädlich ist, teile ich gerne hier einen Link zur Seite der Tierklinik Binger Wald.
Aber auch, wenn Pferde satt Heu bekommen, fressen sie mehr als ihnen gut tut. Wie so oft ist es, unter anderem, die Menge, die das Gift macht. Und manche Pferde vertragen es weniger gut. Schwangere Stuten noch weniger, das Tanin kann eine Frühgeburt auslösen.
Auch Schlundverstopfung ist ein Thema beim Tannenbaumfressen.
Nadelbäume enthalten auch ätherische Öle, die Pferdemägen nicht gut bekommen.
Wer sich für den Artikel interessiert:
Tannenbäume, Gift für das Pferd

Aber das Thema giftige Pflanzen ist sehr groß:

Das Management bei Vergiftung beim Pferd

Giftpflanzen für Pferde

Weitere Giftige Pflanzen für Pferde

Bäume und Sträucher, die für Reiterhöfe und Reitanlagen geeignet sind

Pferdegerechte Pflanzen


Obstbäume sind eher ungefährlich für Pferde, locken aber stechende Insekten an.
Die Kerne mancher Früchte enthalten auch giftige Substanzen.
Einen interessanten Artikel über Schattenbäume auf Pferdeweiden gibt es auch bei Cavallo


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Während des Fellwechsels beim Pferd benötigen wir verschiedene Bürsten und Striegel.


Ein Gummistriegel etwas weicher, oder Plastikstriegel hart, zum Lösen des lockeren Felles beim Fellwechsel, benutzt man auf weichen Teilen des Pferdes wie Rücken, Seiten, Bauch und Hals
 

Ein Gumminoppenstriegel, der auch Fell lösen kann, aber sich gut zur Massage eignet, benutzt man auf weichen Teilen des Pferdes wie seitlicher Rücken, Seiten, Bauch und Hals


Ein Metallfederstriegel, um dickes Fell, was sich im Frühjahr löst, vom Pferd abzustreifen, nicht an den Beinen verwenden.


Ein Metallstriegel mit Mähnenkamm, um tieferliegene Unterwolle mit zu entfernen, auch nicht an den Beinen verwenden.


MagicBrushes um an den Beinen loses Fell und Schmutz zu entfernen


Eine Mähnenbürste, um Mähne aber auch Beine des Pferdes ab zu bürsten



Ein Nadelstriegel, um gelöste Haare und groben Schmutz zu entfernen, benutzt man auf weichen Teilen des Pferdes wie seitlicher Rücken, Seiten, Bauch und Hals.


Eine Kardätsche, benutzt man um feinen Staub oder Sand aus dem Fell zu bürsten, die Kardätsche streicht man nach jedem Bürstenstrich auf dem Nadelstriegel aus um sie wieder sauber zu machen.


Eine kleine, weiche Bürste, um Kopf und Gesicht des Pferdes zu bürsten




Ein Putzhandschuh oder Frotteehandtuch, um das Pferdefell zum Glänzen zu bringen


Ein Fellputz Wunderstein, dem nachgesagt wird, auch gelbe Pferde wieder weiß zu bekommen ;-)


Ein Noppenschwamm, um empfindsame Stellen zu reinigen


Ein Schweißmesser für verschwitzte oder nasse Pferde um die Nässe aus dem Fell zu bekommen


Ein flexibler Noppenstriegel, der sich gut für eine wohltuende, entspannende Massage eignet



Noch etwas Notwendiges, allerdings für die Hufe, ein Hufkratzer mit Bürste




Alle Artikel habe ich gefunden bei www.kerbl.de sie sind über den Onlineshop zu bestellen.


Ein sehr schöner kleiner Film über die Nutzung der verschiedenen Bürsten für Pferde ist hier zu sehen, von Equiva


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Silage- oder Heulage wird in der Pferdefütterung immer beliebter, speziell für Allergiker. Auch Klaudia Schönberger fütterte ihr Pferd jahrelang damit. Bis sie auf einem Vortrag von Biologin Dr. Christina Fritz über Heulagefütterung bei Pferden auf dem artgerechten Symposium in Brakel erfuhr, was das Futter im Darm der Tiere bewirkt. Hier ihre persönliche Zusammenfassung

in einem Artikel auf Barnboox.de zu lesen.
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Wir haben unseren Pferden schon lange engmaschige Futternetze aufgehängt. Damit konnten wir inzwischen sehr lange Freßzeiten realisieren. Bis zu 12 Stunden pro Tag bei 2x Netze füllen.

Da es aber unterschiedliche Pferde gibt, kann man keine Empfehlung für alle Pferde gleich nennen.
Denn einige Kandidaten fressen brav langsam Halm für Halm heraus, andere beißen kräftig rein, wieder andere hacken mit den Zähnen ganze Löcher raus und dann gibt es noch die hartgesottenen, die gleich mit dem Huf reinschlagen. Und dann natürlich irgendwann hängen bleiben. Gut, wer dann nicht gleich in Panik verfällt und ein paar Stunden brav wartet, bis jemand kommt um ihn zu befreien.
Oder das Netz gibt vorher nach.... Wie lange diese Netze halten, kommt also immer auf`s jeweilige Pferd an.

Ich habe schon einiges jetzt selber erlebt, anderes im Internet gesehen. Selbt in großen Metallraufen, in denen große Rundballen gelagert werden, die mit Netzen zugedeckt werden, damit die Pferde durch die Fressgitter langsamer fressen sind nicht zu 100 % sicher. Da lag doch tatsächlich mal ein Pferd quer über dem Heu in der Raufe, was sich total in dem großen Netz verfangen hatte. Es musste von der Feuerwehr befreit werden. Die Raufe sah aus, wie diese hier und hatte ein großes Netz über dem Heu:


Ein Pferd hatte sich mit dem Kopf von einem Durchfressgitter in ein benachbartes Gitterabteil gesteckt... man kann sich das garnicht so vorstellen... aber: Genickbruch. Aus Gründen der Bildrechte, zeige ich das hier nicht. Fressgitter wie hier mit Blickschutz sind da schon besser, da kann keines seinen Kopf in ein Nachbargitter stecken:

Ich glaube Pferde können ganz schön viel Unsinn machen. Alles kann man nicht vorher sehen.

Hier sind Bilder von unseren Lösungen:

 Diese Netze haben lange gute Dienste geleistet, Netz im Netz sozusagen:
 Oben eng zugebunden, damit kein Huf rein kann:

Nach unserem Neuzugang, der versucht hat, mit dem Huf größere Löcher zu schlagen, wollten wir es mit Futterraufen aus Holz und Netz versuchen:

Anfangs sah es ganz gut aus...

doch je tiefer die Pferde fraßen, und je weniger Heu drin war, desto mehr zogen sie am Netz und hoben die Futterraufe einfach auseinander. Sie war viel zu leicht.

Wir haben uns nun der löchrigen Netzen wegen und der viel zu leichten Holzraufen für verzinkte Industrie-Gitterboxen entschieden. Hier beispielsweise zu finden:
http://www.behaelter-logistik.de/pages/bakery/industrie-gitterbox-ig-1581-1946.php

Sie lieben es Löcher zu fressen und ihre Nasen tief zu vergraben:



Mittlerweile aber wegen der Einstreu auf dem ganzen Futterplatz, kommt nur eine Schicht Stroh rein und die Heunetze oben drauf. Wir haken sie mit Karabinerhaken fest.






Bild einer von zwei Bohnen, an der Spitze des Schlauches, direkt neben dem Urinkanal, innen liegend entfernt.

Noch nie gehört davon? Da sind Sie bestimmt nicht allein.
Ich habe seit über 40 Jahren mit Pferden zu tun und bis vor kurzer Zeit war dies auch kein Thema für mich. Ich habe zwar mit der Zeit mal darüber gelesen, in einem Buch von Mark Rashid, aber wirklich noch nie davon gehört, dass irgendein Wallach von meinem Bekanntenkreis dieses Problem gehabt hätte.
Also schien dies wohl sehr selten zu sein... oder kaum jemand spricht darüber.
Es kann zwar zu erheblichen Verhaltensauffälligkeiten kommen, wenn es mal der Fall ist, was ja auch kein Wunder ist, aber sie werden eben selten entdeckt, weil es vielfach auch einfach nicht möglich ist, das Pferd an seiner intimsten Stelle zu berühren. Das erfordert viel Vertrauensarbeit. Und manchen ist es vielleicht auch zu eklig, oder wer weiß, was sonst.. obwohl es doch jedem wichtig sein sollte, sein Pferd möglichst gut zu pflegen und um seine Gesundheit besorgt zu sein.

Ich stellte nun jedenfalls fest, dass ein Wallach in unserem Stall, der erst ein paar Monate da war, augenscheinlich Probleme beim Pinkeln hatte. Er brauchte lange bis er überhaupt anfing zu pinkeln, wenn er schon Anstalten dazu machte und stand auch noch eine Weile danach da ohne sich zu bewegen. Außerdem schien es ihn anzustrengen, trotzdem pinkelte er recht oft.
Auf jeden Fall, war das meine Beobachtung. Und dann kam mir die Idee, mal nach so einer Bohne zu tasten.

Mein Schreck war groß, die Bohne, die ich fand aber noch größer, exakt 3 cm im Durchmesser. Er hat dunkle Haut somit war die Bohne auch dunkel. Kann aber auch hell sein, weil wohl Hautschuppen und allerlei Dreck sich da vermischen zu einer Wachsharten, äußerlich etwas schmierigen Kugel.

Der erste Gedanke war, wie bekomme ich dieses Ding da raus? So riesig.... es steckte ziemlich tief...
der Trick dabei war, sie von außen nach unten zu drücken. Ich brauchte nichts einreiben oder lösen, es war eigentlich ganz leicht, man muss sich nur überwinden etwas beherzt zu zugreifen und vorsichtig heraus zu drücken.
Zum Glück hatte der Wallach großes Vertrauen zu mir, ich hatte schon eine Weile an der Reinigung des Schlauches gearbeitet, wollte auch nichts überstürzen und mit der Zeit hat er es akzeptiert, dass ich daran herum hantierte. Ich wollte ihn auch nur von den angetrockneten Fetzen voller Dreck befreien, als ich diese Bohne entdeckte.

Ich war so froh, als dieses Ding weg war und dachte, damit wäre das mal für eine Weile erledigt. Trotzdem pinkelte er nicht wirklich viel besser, etwas schon, aber eben noch nicht so, wie die anderen.
Mein Verdacht bestätigte sich, als ich nochmal tastete, es kam noch eine Bohne zum Vorschein, etwas kleiner, 2 cm im Durchmesser, dafür aber noch tiefer neben dem Urinkanal, als die erste Bohne.

Auch diese ließ sich problemlos, ziemlich leicht heraus drücken, mit etwas Feingefühl, um ihm nicht weh zu tun, ließ er sich auch dieses mal ruhig behandeln. Ich habe ihn nicht angebunden dazu, er steht aber auch beim Putzen und Satteln nie angebunden. Er bleibt einfach stehen.

Von dieser zweiten Bohne habe ich leider kein Bild mehr gemacht, aber sah so aus wie die erste hier. Etwas unregelmäßig und dunkel.

Ich habe dies hier so genau beschrieben, weil ich hoffe, dass viele Wallach-Besitzer etwas beherzt jetzt nach diesen Bohnen suchen, damit ihr Wallach davon befreit werden kann und sein Leben wieder genießen kann.
Außerdem kann es sonst zu Entzündungen, Kolikartigen Schmerzen, Einklemmen des Schweifes, gekrümmten Rücken, schlechter Haltung, verkürztem Gang, Buckeln oder schlechter Laune kommen. Wobei das sicher nicht alle Auswirkungen sind.

Deckhengste oder Hengste in freier Wildbahn haben dieses Problem übrigens nicht, weil diese durch den Sprung auf die Stuten nicht solche Mengen an Dreck ansammeln können, dass es zu solchen Problemen kommt.

Ein Video davon, wie der Schlauch des Pferdes gereinigt wird,
https://www.youtube.com/watch?v=mIqo7wnG3FM
und wo diese Bohnen zu finden sind, und wie man sie entfernt sehen Sie auch hier:
https://www.youtube.com/watch?v=UzTqjuB65SA
Die Videos sind englisch sprachig, aber durch die Bilder selbsterklärend.


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Wieviel Gewicht können Pferde tragen? Was sind Gewichtsträger? Gibt es eine Regel, nach der man entscheiden kann?

Ein paar Grundgedanken zum Thema sind in einem guten Artikel erschienen, zu dem man sich eigene Gedanken machen kann.

Zitat aus dem Artikel 
auf taunusreiter.de.:
"Untersuchungen sind bekannt vom härtesten und ältesten Distanzrennen der Welt, dem TEVIS Cup, aus den Jahren 1995, 1996 und 1998, an insgesamt 553 teilnehmenden Pferden, die im Rahmen zweier Studien, nicht irgendwo, sondern auf dem "Welt-Elite-Pferde-Wissenschaftstreffen", der International Conference of Equine Exercise Physiologists (ICEEP) des Jahres 1999 vorgestellt und diskutiert. Bei diesen wurde, ziemlich unerwartet, kein Zusammenhang festgestellt zwischen Beendigung des Rittes mit gesundem Pferd und Reitergewicht, oder Reiter/ Pferd-Gewichtsverhältnis - wohl aber, und das war gleich die zweite Überraschung, ein überaus deutlicher Zusammenhang zwischen erfolgreicher, oder nicht-erfolgreicher Beendigung des Rittes und Fütterungszustand (Body Condition Score/ BCS).
Unabhängig von Größe, Gewicht, oder Reitergewicht, beendeten Pferde mit einem BCS von 5,0 - 5,5 ("mittel") den 160km-Ritt signifikant häufer erfolgreich als solche mit niedrigerem BCS (dünnere Tiere). Die Pferde trugen dabei bis zu 31% ihres Gewichts, d.h. nicht ein 1/10 oder 1/7 sondern mitunter mehr als 1/4. Das mittlere Gewicht (=Reiter, Sattel und Ausrüstung) betrug bei beiden Studien 20% mit 3% Standardabweichung, d.h. gut 1/5."


Sowie noch ein ähnlicher Artikel auf propferd.at von Martin Haller

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Wie wichtig Zahnpflege und Zahnkontrolle beim Pferd sind, verrät Tierärztin und Zahnspezialistin Dr. Lisa Stelzmayer im Interview mit ProPferd-Redakteurin Britta Bruckmüller-Schweinhage.
Video:
Interview Teil 1

Zahnspezialistin Dr. Lisa Stelzmayer zeigt bei mehreren Pferden, wie eine Zahnpflege bzw. Zahnbehandlung abläuft und welche Kontrollen dabei routinemäßig durchgeführt werden.

Video:
Die Behandlung Teil 2



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